Movie Review: Bad Neighbours (+ Trailer)

Zac Efron (foto: wikipedia/Ivo Duran)

Zac Efron (foto: wikipedia/Ivo Duran)

Rezensionen über Komödien zu schreiben, ist ja immer ein bisschen undankbar. Witze vorwegzunehmen hieße ja, sie zu zerstören. Versuchen wir’s trotzdem: „Bad Neighbours“ ist eine Komödie, die hält, was sie verspricht und erinnert ein bisschen an „Animal House“ und „Old School“.

„Bad Neighbours“ ist einer dieser Filme, die es im Kulturteil einer jeden Zeitung schwierig haben. Komödien haben da ja prinzipiell einen schweren Stand, da ihnen unterstellt wird, keine Message zu transportieren und oberflächlich zu sein. Und wenn dann der in seinen Filmen irgendwie stets bekiffte Seth Rogen und Teenie-Star Zac Efron auch noch die Hauptrollen spielen, mag das den einen oder anderen Schreiberling dazu verleiten, die Rezension lieber kalt zu schreiben.

Wäre ein Fehler, denn dann hätte man tatsächlich etwas verpasst. Zwar verliert die Komödie zugegebenermaßen zwischenzeitlich etwas an Fahrt, aber es sind überraschenderweise die Darsteller Rogen (nicht ganz so überraschend), Rose Byrne (schon ein bisschen mehr überraschend) und Zac Efron (absolut total überraschend), die der Komödie ihren Drive verleihen.

Rogen und Byrne spielen die frisch gebackenen Eltern Mac und Kelly, die sich gerade mit ihrem neuen Leben zu arrangieren versuchen. Irgendwie vermissen sie es ja schon, das Ausgehen, das Partymachen, würden aber ihr geliebtes Baby natürlich um nichts in der Welt eintauschen wollen. Eines Tages zieht in das Haus nebenan eine  Studentenverbindung ein, die dort Nacht für Nacht steil geht. Kopf der Verbindung ist Teddy (Zac Efron), dessen großes Ziel es ist, die Party des Jahrhunderts zu schmeissen, um endlich Verbindungsgeschichte zu schreiben. Dazu ist ihm jedes Mittel recht, und wenn dann halt das Nachbar-Baby keinen Schlaf findet – sei’s drum.

Zwar wollen Mac und Kelly erst keine Spielverderber sein, nicht spießig und uncool wirken, irgendwann reißt ihnen aber der Geduldsfaden. Die beiden rufen die Polizei. Teddy sinnt auf Rache …

Die Chemie zwischen Rogen und Byrne ist großartig. Man kommt nicht umhin, die beiden thirtysomethings sympathisch zu finden, wie sie da von dieser Partywelt nebenan gleichermaßen angetan wie abgestossen sind. Urkomisch die Szene, als Mac und Kelly die Art und Weise proben, wie sie den Studenten nebenan möglichst lässig beibringen wollen, die Lautstärke etwas runterzufahren. Das Timing der beiden ist einfach perfekt. Und die Tatsache, dass der Film mit dem Kevin-James-Schema (vernünftige Frau, trotteliger Ehemann) bricht, verleiht dem Ganzen zusätzliche Würze.

Auch zwischen Efron und seiner rechten Hand, Dave Franco, stimmt es. Da winkt eine Buddy-Komödie am Horizont.

Zwar ist der eine oder andere Gag vorhersehbar, lustig ist die ganze Kiste allerdings schon. Und soll noch mal einer sagen, Komödien würden keine Aussage treffen. Diese sagt zum Beispiel ganz laut, dass man sich ruhigen Gewissens auch mal einen Zac-Efron-Film angucken kann. Wieder was gelernt.

Text: Benjamin Fiege

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