Michael Jackson – Scream

Michael Jackson - Scream (foto: sony music)

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6 Epic/Legacy Recordings

6

Mit der Compilation „Scream“ feiert Epic/Legacy Recordings die tanzbarsten Nummern des King of Pop. Die wenig überraschende Zusammenstellung umfasst 13 Tracks, die mehrere Phasen der Karriere von Michael Jackson abdecken. Dazu gibt es mit “Blood On The Dance Floor X Dangerous“ einen eigens geschaffenen Bonustrack: Ein Mashup aus fünf Songs, produziert von Remixer The White Panda.

Oft ist das mit Remix-Versionen ja so eine Sache. Ist das Original schon tanzbar genug, sind diese Fassungen oft mehr als überflüssig. Die Gefahr, das The White Panda für sein Mashup „Blood On The Dance Floor X Dangerous“ also daneben greifen könnte, war groß. Der Mann ist aber Profi – und so schlecht ist die Nummer auch gar nicht geworden. Die Melange aus den Jacko-Tracks „Blood On The Dance Floor“, „Dangerous“, „This Place Hotel“, „Leave Me Alone“ und „Is It Scary“ kann man sich durchaus anhören.

Ansonsten versammelt „Scream“ Altbekanntes, aber dafür nicht minder Geniales. Den Hard-Rock-Song „Dirty Diana“ etwa, der sich um ein hartnäckiges Groupie dreht, aus dem 1987 veröffentlichten Album „Bad“.  Die legendäre Disco-Nummer „Thriller“ (1982) mit ihren Horror-Elementen, aus der Feder von Rod Temperton, erschienen auf dem gleichnamigen Album, das zum meistverkauften Longplayer aller Zeiten avancierte. Die Musik gewordene Kampfansage an die Boulevard-Presse, „Scream“,  ein Duett mit Schwester Janet. Dazu ein paar Songs aus dem Albumrepertoire von The Jacksons wie „Torture“ und „This Place Hotel“, der ersten Single, die Michael allein geschrieben, komponiert und arrangiert hat. Ein paar No-Brainer wie „Leave Me Alone“, „Dangerous“ oder „Blood On The Dancefloor“. Außerdem, zum ersten Mal auf einem Michael-Jackson-Album: „Somebody’s Watching Me“, der internationale Hit von Rockwell aus dem Jahre 1985 mit der von Michael gesungenen Kult-Hookline. Fertig ist die Laube.

Überflüssig erscheinen einzig das posthum veröffentlichte „Xscape“ (von Timbaland gemixt) sowie „Unbreakable“ aus dem 2001 veröffentlichten „Invincible“-Album, die beide sicher nicht zu den stärksten Jacko-Tanznummern gehören. Da hätte man sicherlich so einige andere Tracks stattdessen auf die Compilation packen können.

Das Album ist physisch übrigens in zwei Formaten erhältlich: Als CD und als Glow-In-The-Dark-Vinyl (ab 27. Oktober). Beide Varianten werden ein für das jeweilige Format angepasstes Poster enthalten. Hinter dem Poster und dem Artwork verbirgt sich dabei das erste Augmented-Reality-Erlebnis, das je für ein Michael-Jackson-Projekt entwickelt wurde.

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Fazit: Keine Überraschungen. Nur für Einsteiger geeignet. 

Anspieltipps: Dirty Diana, Thriller, Somebody’s Watching Me, Leave Me Alone

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