Mein Blind Date mit dem Leben

Mein Blind Date mit dem Leben (foto: studiocanal)

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Mehr als 700.000 Menschen sahen Marc Rothemunds warmherzige Tragik-Komödie „Mein Blind Date mit dem Leben“ in den Kinos. Nun liegt die Verfilmung der Autobiografie von Saliya Kahawatte auch fürs Heimkino vor. 

Eine aufregende Karriere im Luxus-Hotel – das ist der große Traum von Saliya (Kostja Ullmann). Doch für jemanden, der fast blind ist, könnte nichts unwahrscheinlicher sein: Aber seinen Traum aufzugeben, kommt nicht in Frage, und so schickt der Gute eine Bewerbung an ein 5-Sterne-Hotel – ohne sein Handicap zu erwähnen. Der Bluff funktioniert tatsächlich und er bekommt eine Stelle in einem Luxus-Hotel in München. Niemand ahnt etwas von seinem Geheimnis, nur Max (Jacob Matschenz) erkennt bald, was es mit Saliya auf sich hat und hilft ihm, jede noch so schwierige Lage zu bewältigen. Wenn alle anderen Feierabend machen, übt Saliya bis in die Nacht die für seine Kollegen einfachsten Handgriffe, bis er sie „blind“ beherrscht. Doch als er sich in Laura (Anna Maria Mühe) verliebt und durch sie in eine unvorhergesehene Situation gebracht wird, scheint alles, was er sich vorgenommen hat, zusehends aus den Fugen zu geraten.

Die besten Geschichten schreibt oft das Leben – und das ist auch in diesem Fall so. Der echte Saliya, ein Deutsch-Singhalese und heutiger Motivationstrainer und Autor, verlor im Teenageralter rund 95 Prozent seines Sehvermögens, weigerte sich aber, sein Leben von diesem Handicap bestimmen zu lassen. Würde man die Vorgeschichte nicht kennen, würde man den Plot vielleicht als unrealistisch und zu kitschig abtun, als zu vorhersehbar. Aber: So ist das eben manchmal mit den wahren Begebenheiten. Manchmal kitschiger als Fiktion es je sein würde. Dennoch – oder gerade deswegen – hätten sich die Filmemacher aber dafür entscheiden können, etwas weniger Weichspüler einzusetzen.

Fazit: Ein launiges Plädoyer für die Inklusion.

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