Lambchop und Bill Morrison mit Kurzfilm

Lambchop (foto: elise tyler)

30 Jahre Bandgeschichte haben Lambchop in den Knochen, und immer noch weiß die Band zu begeistern. Am 4. November kommt mit „Flotus“ ein neues Album, das schon jetzt für Begeisterung sorgt. Vor allem ein Song: das 18-minütige „The Hustle“. Doch damit nicht genug: Jetzt hat die Band um Kurt Wagner auch noch einen Kurzfilm vorgestellt. 

Dieser Tage wurde auf NPR mit „The Dockworker’s Dream“ ein Kurzfilm vorgestellt, den die Kapelle in Zusammenarbeit mit dem New Yorker Regisseur Bill Morrison produziert hat. Morrison hat in der Vergangenheit bereits mit Namen wie Philip Glass, Jóhann Jóhannsson, Kronos Quartet oder Steve Reich zusammengearbeitet. Bereits vor mehr als zwei Jahren begann Morrison mit Kurt Wagner an dem Projekt zu werkeln, das wie immer bei dem guten Bill komplett aus Archivmaterial zusammenpfrimelt wurde.

Kurt Wagner dazu: “I think both Bill and I understand the power of things being less than black-and-white when it comes to narrative in black-and-white films. He is most poetic in his ability to edit such specific archival images into something moving and lasting. In some ways, my method is the same in that the things I write about are rarely fictitious. Just notes taken from life woven into song.”

Und Bill Morrison kommentierte: „I’d been following Lambchop since the mid-1990s and was thrilled to meet Kurt, and to hang out with him. Mario Micaelo, director of the Portuguese film festival Curtas Vila do Conde, approached us one night with the idea of our doing a collaboration for Curtas 2015, and we both agreed. During the summer of 2014, Mario and I visited the Cinemateca Portuguesa, where I selected the source material for The Dockworker’s Dream. Once we had the material in hand, Kurt and I exchanged edits to create the film. The Dockworker’s Dream developed from the idea that the archive is a port of call, a place where goods are loaded and unloaded and held until a dockworker carries them off. In some ways, the imagery is a metaphor for our process. As a film researcher and editor, I find myself seeking out hidden or elusive film material. In the film, there is the voyage, the expedition—and the hunt: we hunt these rare films in order to bring them back alive so that they can live, for awhile longer, on the screen.“

Kurt Wagner hat mit seinen knapp 57 Jahren sich und Lambchop nochmal komplett neu erfunden. Für sein neues Album „FLOTUS“ hat er sich mit zwei Zielen ins Studio begeben: Ein Album aufzunehmen, das seiner Frau Mary gewidmet ist, bzw. ihr möglichst gefallen solle, und zweitens, ein Album aufzunehmen, das mehrheitlich mit seiner Stimme als Hauptinstrument aufgenommen werden wuerde. Also hat er seine Stimme gesampled, reprocessed, verstellt, Beats daraus gebastelt, Prozessoren, Filter, Sequenzer, alles mit seiner Stimme gefuettert. Dann kamen die Bandkollegen und haben ihren Teil dazu beigetragen. Entstanden ist so ein wagemutiges, ein neuartiges Lambchop Album, das aber natürlich immer noch nach Lambchop klingt.

„FLOTUS“ erscheint am 4. November als Doppel-LP, CD, digital sowie als sehr limitierte Special-Box mit Wein vom österreichischen Weingut „Gut Oggau“ inklusive Gläser.

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