Korey Dane – Chamber Girls

Korey Dane (foto: label)

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8 Innovative Leisure

8

Es ist die klassische Prämisse: Korey Dane gibt auf seinem neuen Album „Chamber Girls“ den leidenden Künstler und verarbeitet die Trennung von seiner Freundin. Und dennoch klingt das Ganze recht beschwingt. 

Korey Dane schöpft gerne aus dem Fundus eigener Erfahrungen. Schon bei seinem letzten Album „Youngblood“ (2015) war das so, als er eine monatelange persönliche Odyssee in wunderbare Musik goss. Nun hat das kalifornische „Skateboard Kid“, das unter der Sonne von Long Beach aufwuchs, also Liebeskummer. Die Freundin ist weg. Und so trauert und berappelt sich der Gute nun auf elf Songs, die er innerhalb von 96 Stunden mit einigen guten Freunden beinahe komplett live in den Valentine Recording Studios in Los Angeles eingespielt hat.

Mit rund 35 Minuten trägt der Longplayer seinen Namen zwar fast schon zu Unrecht, fürs Radio sind die knapp dreiminütigen Songs aber natürlich genau richtig. Wobei direkt erwähnt sein soll, dass Dane hier keine Format-Radio-Mucke abliefert, sondern sich eher an Singer-Songwritern wie Ryan Adams oder Bruce Springsteen orientiert. Nicht die schlechtesten Vorbilder.

Ein Glanzlicht des Albums ist sicherlich der treibende Opener „Half Asleep“, der gleichzeitig melancholisch und aufbauend wirkt und dazu sehr eingängig geraten ist. Etwas härter und gitarrenlastiger geht es dann auf den rockigen Nummern „Hard Times“, „Lovesick In A Hotel Wildfire“ und „Steady Forever“ zu. „Charlie Handsome“, „Heart Out West“ und das an die Byrds erinnernde „Jay & The Coyote“ atmen hingegen Americana-Geist.

Tony Berg, der dem Kalifornier wieder als Produzent zur Seite steht, hält die Dinge insgesamt recht einfach, lässt vor allem Danes kehliges, croonendes Organ für sich sprechen.

Fazit: Augen schließen und genießen.

Anspieltipps: Half Asleep, Hard Times, Heart Out West, Jay & The Coyote

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