Killing Fields – Mörderjagd in Louisiana

Killing Fields (foto: discovery channel)

Our Rating

8 Discovery Channel

8

Krimi-Dokus? Kennt man. Serien wie „Medical Detectives“ beschäftigen sich dabei meist mit lange zurückliegenden Verbrechen und ihrer Aufklärung. „Killing Fields“ verfolgt da einen anderen Ansatz: Der Zuschauer ist hier in Echtzeit bei den Ermittlungen eines echten Mordfalls dabei. Die erste Season ist nun auf DVD erschienen.

Urige Wälder, stille Seen, verborgene Flüsse: Rund um Baton Rouge in Louisiana wuchert eine wilde Naturlandschaft. Doch die ländliche Idylle ist nicht nur bei Anglern beliebt. Denn das weitläufige Sumpfgebiet westlich des Mississippi wird für morbide Zwecke missbraucht – als Leichendepot. Bereits mehrere Tote wurden hier gefunden – viele davon Opfer von Gewaltverbrechen. Die Dokumentarserie „Killing Fields“ begleitet Detective Rodie Sanchez und seine Kollegen des Iberville Parish Sheriff’s Office bei ihrer nervenaufreibenden Jagd nach skrupellosen Mördern. Mit neuen Technologien und modernen Methoden der DNA-Analyse wollen die Kriminalbeamten den Mord an einer jungen Frau aufklären, der schon fast 20 Jahre zurückliegt: den ungelösten Fall Eugenie Boisfontaine.

Anzeige

In den USA haben True-Crime-Serien derzeit Hochkonjunktur, was nicht zuletzt die Erfolge von Reihen wie „Making A Murderer“ und „The Jinx“ beweisen. Während bei dem einen oder anderen Format durchaus moralisch-ethische Fragen zu stellen sind, macht „Killing Fields“ einen für Genre-Verhältnisse recht seriösen Eindruck. Mit dem knorrigen Protagonisten Rodie Sanchez, jenem Polizisten, der selbst im Ruhestand nicht von diesem einen ungelösten Fall losgelassen wird, hat die Reihe natürlich auch den passenden Hauptdarsteller. Den Mann hätte sich ein Drehbuchautor kaum besser ausdenken können. Und dann dieses Setting! Louisiana ist ein gleichermaßen magischer wie unheimlicher Ort – und für eine solche Crime-Serie natürlich die denkbar beste Location. Als wäre „True Detective“ plötzlich Wirklichkeit geworden. Was die ganze Sache umso spannender macht: Die Ermittlungen starten tatsächlich bei Null, es gibst also keinen sichtbaren Antagonisten. Das Leben schreibt eben die besten beziehungsweise schrecklichsten Whodunit-Geschichten.

Fazit: Spannend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.