Kele Okereke – Fatherland

Kele Okereke - Fatherland (foto: BMG/Warner)

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7 BMG/Warner

7

Kele Okereke ist ein Mann der vielen Gesichter. Schon mit Bloc Party ließ sich der Gute nie auf ein Genre festlegen. Eine Maxime, der auch auf Solo-Pfaden folgt. Mit „Fatherland“ fügt er seinem Katalog nicht nur ein weiteres Solo-Album bei, sondern beweist auch, dass da immer noch neue Facetten sind, die es an ihm zu entdecken gibt.

“Ich habe während der Aufnahmen Elliott Smiths ‚Either/Or‘, ‚Pink Moon‘ von Nick Drake, ‚Blue‘ von Joni Mitchell, und Al Greens ‚Still in Love With You‘ gehört“, verrät Kele im Waschzettel zum Album. Und, ja, doch es ist so: Okereke ist jetzt unter die Singer-Songwriter gegangen. Der 35-Jährige, der mit seinem Lebensgefährten seit Kurzem eine Tochter großzieht und dies auf dem Album auch thematisiert (das berührende „Savannah“ ist ihr gewidmet), lässt elektronische Spielereien Spielereien sein, und konzentriert sich nun auf einen klassischen, organischen Sound.

Heißt: viel Folk („Streets Been Talking“), ein bisschen Soul („Do U Right“) und ein bisschen Weimar-Cabaret („You Keep On Whispering“). Kann man mal so machen. Auch die beiden romantischen Duette „Grounds For Resentment“ (mit Olly Alexander) und „Versions Of Us“ (mit Corinne Bailey Rae) sowie das von einem Chor unterstützte „Royal Reign“ wissen zu gefallen.

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Fazit: Ein Album, bei dem zwar lange nicht jeder Song hängen bleibt, das aber spürbar authentisch ist und aus dem tiefsten Inneren Okerekes kommt. 

Anspieltipps: You Keep On Whispering, Grounds For Resentment, Versions Of Us, Savannah, Royal Reign

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