Johnny Mnemonic

Johnny Mnemonic (foto: alive)

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Kleine Seltenheit: Nicht viele Werke des Cyberpunk-Papsts William Gibson wurden verfilmt. Neben “New Rose Hotel” eben nur “Johnny Mnemonic”. Lag vielleicht auch daran, dass der Autor gerade mit diesem Streifen nicht wirklich zufrieden war. Dennoch: Der dystopische Cyberpunk-Actionthriller mit Keanu Reeves in der Hauptrolle aus dem Jahre 1995 liegt nun auf Blu-Ray vor.

Wir schreiben das Jahr 2021. Multinationale Konzerne führen Krieg – und zwischen den Fronten transportieren Kuriere Geheiminformationen in Gehirnspeichern. Johnny (Keanu Reeves) ist ein solcher Kurier. Das Ganze ist zwar ein lukratives Geschäft, hat aber einen gewaltigen Pferdefuß: Johnny hat all seine Erinnerungen an sein früheres Leben verloren. Um sie wiederzuerlangen, muss er sein Gehirnimplantat entfernen lassen. Ein kostspieliger und gefährlicher Eingriff, den sich Johnny mit einem letzten großen Auftrag finanzieren will beziehungsweise muss. Er erhält als heiße Ware die Daten zur Heilung einer globalen Krankheit, die er nach Newark transportieren soll. Dabei erleidet er jedoch einen Overload. Cyberspace-Rebellen und Yakuza-Killer, die für die multinationalen Konzerne arbeiten, jagen ihn um die Welt. Er muss schnell liefern oder in den nächsten Stunden explodiert sein Kopf …

Rückblende: Wir schreiben das Jahr 1995. Keanu Reeves hatte gerade mehrere erfolgreiche Jahre hinter sich, sich von seinem Teenie-Star-Image erfolgreich gelöst und tolle Rollen in Top-Filmen wie “Point Break”, “My Own Private Idaho”, “Bram Stoker’s Dracula”, “Speed” und “A Walk in the Clouds” gelandet. Seltsamerweise griff der gute Keanu anschließend mit erstaunlicher Regelmäßigkeit ins Klo. “Johnny Mnemonic” war solch ein tiefer Griff in die Latrine. Die Gibson-Story wurde mehr schlecht als recht umgesetzt, teils auch ziemlich verstümmelt und unsinnig ergänzt. Der Ganze film wirkt irgendwie billig, die Effekte (aus heutiger Sicht) peinlich – und das Acting war hier unterste Schublade. Reeves erhielt damals zu Recht eine “Würdigung” als schlechtester Schauspieler des Jahres, für Dolph Lundgren, der einen der Antagonisten spielte, sollte es bis zu seinem Auftritt in der “Expendables”-Sage die letzte Kinorolle sein. Sagt einiges über diesen Film aus. Reeves sollte sich immerhin später mit “The Devil’s Advocate” und der “Matrix”-Trilogie rehabilitieren.

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Fazit: Nur für hartgesottene Keanu-Fans geeignet.

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