Jigsaw

Jigsaw (foto: studiocanal)

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„Ich möchte ein Spiel spielen“. Sieben Jahre ist es her, seit „SAW“-Fans dieses legendäre Zitat das letzte Mal gehört haben. Nun läuft mit „Jigsaw“ der achte Teil des Franchise in den Kinos.

Die „SAW“-Reihe gehörte zumindest in ihrer Frühphase zu den besseren Horror-Film-Franchises der vergangenen drei Dekaden. Die Geschichten um den an einem Gehirntumor erkrankten Serienkiller John Kramer (Tobin Bell), der Menschen, die ihr Leben nicht zu schätzen wissen oder anderen Schaden zugefügt haben, bestraft, indem er sie in bizarre Folter-Situationen steckt und sie vor eine grausame Wahl stellt, haben viele Jahre lang Genre-Fans in Atem gehalten. Dann allerdings entschieden sich die Macher, John Kramer in Teil drei sterben zu lassen und sein Werk fortan von Assistenten fortführen zu lassen. Bell alias Jigsaw war fortan nur noch in erklärenden Flashback-Szenen und damit immer weniger zu sehen, die neuen Killer wurden zu eindimensional dargestellt – und die Reihe verlor mehr und mehr an Reiz. Sie lebte eigentlich nur noch von den kleinen Geheimnissen, die mit jedem weiteren Teil aufgedeckt wurden. Der Tiefpunkt der Reihe war aber mit Film Nummer sieben im Jahr 2010 erreicht, der einfach nur noch billig wirkte. Die Marke „SAW“ schien tot.

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Umso überraschender war die Tatsache, dass mit „Jigsaw“ nun nach der langen Pause ein achter Teil gedreht wurde. Die Story ist schnell erzählt: Die Stadt ist übersät von grausam entstellten Leichen. Die Ermittlungen deuten schnell auf einen alten Bekannten hin: John Kramer alias Jigsaw. Doch kann das sein? Schließlich gilt Jigsaw seit zehn Jahren als tot. Oder steckt etwa ein weiterer Schüler hinter den brutalen Verbrechen? Die Spiele gehen auf jeden Fall weiter …

Ohne allzu viel zu spoilern: Mit „Jigsaw“ hat sich die „SAW“-Reihe wieder halbwegs rehabilitiert. Das Ganze sieht wieder mehr nach Hollywood und nicht nach billigem B-Movie aus – und die Erklärung, wer hinter den Morden steckt, ist auch zumindest einigermaßen logisch. Zumindest für Genre-Verhältnisse. Die Frage nach dem Täter sorgt lange für Spannung und trägt den Film über weite Strecken. Die Spiele, die der Killer mit seinen Opfern spielt, erinnern an die ersten drei Teile, sind für die Opfer also auch theoretisch zu gewinnen. Man nähert sich damit wieder dem Original-Konzept an. Ein Umstand, der dem Film gut tut. Nur der schockierende Plot-Twist, der viele der Vorgänger-Streifen auszeichnete, kommt diesmal einigermaßen vorhersehbar daher.

Fazit: Nicht der beste, aber auch nicht der schlechteste Teil der „SAW“-Reihe.

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