Indie-Künstler versus Apple

Adele (Foto: Wikipedia/Christopher macsurak)

So hat sich das Apple sicher nicht vorgestellt: Mehrere Indie-Größen haben verlauten lassen, ihre Kunst nicht für den Streaming-Dienst Apple Music zur Verfügung stellen zu wollen. Zumindest, wenn das Unternehmen nicht seine Finanzstrategie überdenkt.

Adele will nicht, The National auch, die Alabama Shakes blocken ab und Radiohead erst recht. Kurz: Die Künstler haben kein Interesse daran, ihre Musik über Apple Music unter Wert zu verhökern. In einer Meldung von „Digital Music News“ heißt es, dass mehr als die Hälfte aller angefragten Indie-Musiker ihre Werke nicht zur Verfügung stellen möchten.

Apple ist an der Situation nicht unschuldig, wie ein kürzlich geleakter Vertrag offenbart:  So plant der Technik-Riese ab 30. Juni eine dreimonatige, kostenlose Testphase für seine Neukunden. In diesem Zeitraum sollen die Künstler kein Geld dafür bekommen, dass sie ihre Musik im Apple-Stream anbieten. Klar, dass die auf derlei Konditionen nicht so heiß sind. Für Apple wäre ein konsequentes „Nein, danke“ der Indie-Zunft eine schallende Ohrfeige: Zum Launch des  neuen Dienstes nur ein dünnes Sortiment vorzeigen zu können, das dürfte nicht das Ziel des Konzerns sein.

Nicht von dem Zank betroffen ist das Bereitstellen von Musik im iTunes-Store zum Download.

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