„I F–cked My Way Up“: Lana Del Rey und ihre Bewerbungsmethoden

Lana Del Rey (foto: wikipedia/Jaguar Cars Mena)

Das Rätselraten hat ein Ende: Lana Del Rey hat in einem Interview ihren neuen Song „F–cked My Way Up to the Top“ erklärt. Demnach habe sie mit unheimlichen vielen Typen aus dem Musikgeschäft geschlafen, um ihre Karriere voranzutreiben. Ohne Erfolg. 

Hat sie oder hat sie nicht? Diese Frage wurde unter Fans der Sängerin zuletzt heiß diskutiert, nachdem Del Rey den Titel „I F–cked My Way Up“ auf ihrem jüngsten Album „Ultraviolence“ veröffentlicht hat.

Glaubt man einem Interview, dass die Gute nun für die US-Zeitschrift „Complex“ gegeben hat, kann die Frage wohl beantwortet werden. Sie hat.

„Ich habe mit einigen Typen aus der Musikindustrie geschlafen, aber wirklich keiner von denen hat mir geholfen, einen Plattenvertrag zu bekommen. Das war frustrierend“, erzählt die 28-Jährige, der zuletzt Affären mit Axl Rose und Marilyn Manson nachgesagt wurden.

Ob’s stimmt? So genau weiß man das bei Del Rey ja zugegebenermaßen nie. Immerhin ist die Amerikanerin, die stets so wirkt, als sei sie geradewegs einem Fassbender- oder Lynch-Film entsprungen, ja eine Meisterin der Inszenierung. Sie weiß, wie der Hase läuft, sie weiß, wie man die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zieht.

Zuletzt „gelang“ ihr das vor wenigen Wochen mit einem Interview im „Guardian“, in dem sie behauptete, dass sie „am liebsten schon tot“ wäre. Damit zog sie unter anderem den Zorn von Kurt Cobains Tochter Francis Bean auf sich, die es als geschmacklos empfand, den Tod junger Musiker zu romantisieren.

Bean hatte ihren Vater nie wirklich kennengelernt, der Nirvana-Frontmann erschoss sich bekanntlich im Jahr 1994. Seine Tochter war damals gerade mal zwei Jahre alt. Laut „NME“ twitterte Bean direkt an Del Rey: „The death of young musicians isn’t something to romanticise. I’ll never know my father because he died young and it becomes a desirable feat because people like you think it’s ‘cool’. Well, it’s fucking not. Embrace life, because you only get one life.“

Del Rey hat sich daraufhin von ihren Aussagen im „Guardian“ distanziert.

Text: Benjamin Fiege