Husten veröffentlichen erste EP

Husten (foto: kapitän platte/cargo records)

Ein Husten, gegen den man keine Medizin finden will: Gisbert zu Knyphausen, Moses Schneider und der dünne Mann haben gemeinsam die Band Husten ins Leben gerufen und veröffentlichen am 19. Mai ihre erste gleichnamige EP.  

Es war die Rede davon, dass Tino Hanekamps Roman „Sowas von da“ verfilmt werden sollte. Moses Schneider bekam davon Wind und fragte den dünnen Mann, ob er Lust hätte, am Soundtrack dafür mitzuschreiben. Die Band aus dem Buch brauchte Lieder. Wie das so ist, vergingen drei, vier Jahre, einige Songs entstanden, aus dem Film wurde (noch) nichts.

Also gründete man eine eigene Band, die Lieder waren ja da. Zwei sind aber keine Band, also fragten sie Gisbert zu Knyphausen, ob er mal im Studio vorbeikommen wolle, es gäbe was zu singen. Das hat er dann getan und ihm gefielen die Lieder.

Aber eine „richtige“ Band mit Live-Auftritten und Album wollte man eigentlich gar nicht sein. Das Leben ist kompliziert. Schließlich traf man sich öfter in Restaurants als im Studio. Richtige Bands sind oft im Übungsraum. Moses, Gisbert und der dünne Mann nannten sich dann Husten und schraubten ihre Lieder aus allen möglichen Überbleibseln der letzten zwanzig Jahre fertig zusammen. Hier ein Schlagzeug-Take, zu dem es kein Lied gab, dort ein Sample, das niemand wollte; eine übrig gebliebene Nummer vom dünnen Mann, ein Playback von Moses, neue Melodielinien von Gisbert. Mehr war das nicht.

Dann kam unweigerlich die Frage: Wenn nicht Platte, wenn nicht live, was dann? Also eine EP. Jedes Jahr eine. Zum Aufklappen, mit farbigem Vinyl.

Steph von Beauvais drehte einige Videos, eins mit der Band, den Rest ohne. Der Künstler Raintree Chan stiftete Collagen, Dunja Berndorff (nawim96) kam als Grafikerin dazu. Es liegt dann doch immer einiges an, wenn man was veröffentlicht.

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