Hallervorden und die „Lügenpresse“

Dieter Hallervorden (foto: wikimedia/schokohäubchen)

„Allein in diesen Zeiten, gegen Lügenprofis fighten, fühlt man sich ganz oft beschissen, dann war es gut, Euch nah zu wissen”, singt Hallervorden in dem Clip, der bereits Anfang September anlässlich seines 80. Geburtstags auf YouTube veröffentlicht wurde. Solidarisiert sich da einer mit all jenen Verirrten, die den deutschen Mainstreammedien gar nichts mehr glauben und überall Manipulation und Verschwörung wittern.

Später heißt es in dem Lied: „Magst Du Netanjahu nit, bist Du schnell Antisemit! Super coole Rufmordprofis, für die sind wir alle Doofis“, singt er. Klar, dass das hohe Wellen schlägt. Auf Facebook nahm Hallervorden zur Kritik an dem Titel Stellung:

Da mal wieder wahnwitzige Kritik laut wurde: Ich bewundere den ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin, der von einem seiner Landsleute erschossen wurde – und zwar auf einer Veranstaltung „Ja zum Frieden, nein zur Gewalt“. Rabin trat statt Siedlungs- und Mauerbau für eine friedliche Verständigung mit den Palästinensern ein. Sobald israelische Politik im Geiste Rabins gestaltet wird, würde jede Kritik zurecht verstummen.  Die Politik Netanjahus jedoch schädigt meiner Meinung nach das Ansehen Israels in der Welt. Wer versucht, mich als Judenhasser hinzustellen, nur weil ich die derzeitige Politik der israelischen Regierung kritisiere, verkennt Ursache und Wirkung. Ich jedenfalls werde immer für das Existenzrecht Israels eintreten. Aber für das Palästinas eben auch… Die Hassparolen, die mich in den letzten Tagen auf Facebook erreicht haben, resultieren aus 4 Zeilen meines Songs „Ihr macht mir Mut“. Sämtliche Einnahmen, die ich mit diesem Song erwirtschafte, gehen an die Flüchtlingshilfe!