Hacksaw Ridge – Die Entscheidung

Hacksaw Ridge (foto: universum)

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7 Universum

7

Mit der pazifistischen Heldengeschichte „Hacksaw Ridge – Die Entscheidung“ meldete sich der in Ungnade gefallene Superstar Mel Gibson (als Regisseur) nach zehn Jahren Schaffenspause eindrucksvoll in Hollywood zurück. Der Film, der auf wahren Begebenheiten beruht, liegt nun als Heimkino-Version vor.

Zweiter Weltkrieg im Frühling 1945: Während des Kampfes um die japanische Insel Okinawa sticht ein einziger Mann aus der Masse der US-Soldaten heraus. Der Kriegsdienstverweigerer Desmond Doss (Andrew Garfield) riskiert alles und kämpft unbewaffnet bis zur völligen Erschöpfung für das Leben seiner verwundeten Kameraden. Was später als Heldentat belohnt werden soll, beschert Desmond Doss zunächst großes Misstrauen und Verachtung in den eigenen Reihen. Dennoch setzt er sich unerschrocken für seine Prinzipien ein und rettet in der entscheidenden Schlacht unzähligen Männern das Leben …

Im Grunde ist „Hacksaw Ridge“ ein typischer Mel Gibson. Der Film ist spannend und bildgewaltig inszeniert, die Schlacht-Szenen sind dabei sehr explizit und nichts für schwache Nerven. So wie Krieg eben ist. Zum Teil ist das Ganze so brutal, dass man schon fast in Zweifel zieht, ob es sich bei dem Streifen wirklich um einen Anti-Kriegsfilm handelt. Gibson wäre auch nicht Gibson, wenn er den Fokus nicht auf den Glauben des Protagonisten legen würde. Das ist dann in seiner Intensität und Aufdringlichkeit doch etwas nervig, ist die Geschichte des Desmond Doss – der nach Kriegsende als erster amerikanischer Soldat, der den Dienst an der Waffe verweigerte, mit der höchsten militärischen Auszeichnung des Landes geehrt wurde – doch interessant genug, ohne sie noch künstlich religiös aufzuladen.

Fazit: Großartiger Film. Punktabzug für den religiösen Zinnober.

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