Guns N‘ Roses: Ist „Sweet Child O‘ Mine“ geklaut?

Guns N' Roses (foto: wikipedia/Beth Castelo)

Ich gebe es ja zu: Würde ich bei meiner eigenen My-Soundtrack-Reihe mitmachen, „Sweet Child O’Mine“ wäre wohl auf jeden Fall unter den fünf Songs, die ich nennen würde. Jetzt gibt’s allerdings Wirbel um den Evergreen:

Das Magazin  “MAX“ sieht bei dem GnR-Klassiker starke Ähnlichkeiten mit dem Song “Unpublished Critics” aus dem Jahr 1981. Allerdings fehlen das bekannte Slash-Riff und auch der „Where Do We Go“-Part im zweiten Teil des Tracks. Ähnlichkeiten gibt es bei Chorus und Versmelodie.

Ob Axl Rose und Band um „Unpublished Critics“ wussten? Dagegen spricht, dass Australian Crawl zwischen 1980 und 1985 in Down Under zwar oft von der Spitze der Charts grüßten, ansonsten aber außerhalb Australiens völlig unbekannt blieben. Dafür spricht jedoch, dass laut Rolling Stone ihr einziges in den USA herausgebrachtes Album „Semantics“ – eine Compilation – 1984 bei Geffen Records erschien, dem Platten-Label von Guns N’ Roses.

Rose hat zur Entstehungszeit von “Sweet Child O’ Mine” zugegeben, sich Inspiration geholt zu haben. Allerdings ganz woanders: “Ich komme ja aus Indiana, wo Lynyrd Skynyrd wie Götter verehrt werden und man sich permanent sagt ‚I hate this f—ing band!’ Für ‚Sweet Child O’ Mine habe ich mir einige Aufnahmen von Lynyrd Skynyrd besorgt, um sicherzustellen, dass wir genau dieses intime Gefühl vermitteln können”.

Haben sich die Gunners wirklich nur bei Lynyrd Skynyrd bedient? Bildet Euch Eure eigene Meinung: