Fettes Brot – Gebäck in the Days: Live in Hamburg

Fettes Brot - Gebäck in the Days (foto: fettes brot schallplatten)

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6 Fettes Brot Schallplatten

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Aus alt mach neu: Im Oktober 2016 gaben Fettes Brot drei ausverkaufte Konzerte im Hamburger Mehr! Theater. Im Gebäck, öhm, Gepäck: einen Haufen alter Songs aus den Kinderschuh-Tagen der Kapelle. Nun hat die Band einen Mitschnitt in Ton und Bild veröffentlicht: “Gebäck in the Days – Live in Hamburg” ist via Fettes Brot Schallplatten erschienen.

Und Fettes Brot kamen nicht alleine in die Elbmetropole. Bei den drei Gigs konnte das Hip-Hop-Trio gleich mehrere Gäste auf der Bühne begrüßen: So griffen DJ exel. Pauly (Deine Freunde), Sven Regener (Zatopek, Element Of Crime), BOY, Fatoni, DJ Rabauke (eins zwo), Der Tobi & Das Bo (5 Sterne Deluxe) hier den Jungs von Fettes Brot unter die Arme.

Musikalisch ging es für Dokter Renz, König Boris und Björn Beton bei diesen Konzerten in der Tat “Gebäck in the Days”. Schließlich stellten sie ihre Setlists aus Songs aus den frühen Jahren der Band zusammen und deckten so eine Zeitspanne von 1992 bis 2000 ab. “Damals, als wir lernten, auf den Bühnenbrettern nicht auszurutschen (fragt mal Boris!), am Mikrophon nicht zu kapseln und unbeschriebene Landkarten der hiesigen Rap Music vollzukritzeln”, schreiben Fettes Brot dazu im Waschzettel zum Album.

Heißt: Für die Fans gibt es hier ein Wiedersehen mit großen Hits wie “Jein” (mit Support von Sven Regener) oder “Nordisch By Nature (Part 1)” (mit Der Tobi, Das Bo, Gaze und DJ Rabauke) und so mancher fast vergessener Nummer. Überzeugend ist hier aber vor allem der Gastauftritt von BOY bei “Können diese Augen lügen/Little Numbers”, die hier wirklich gut mit Fettes Brot harmonieren.

Im Großen und Ganzen unterscheiden sich die Darbietungen aber nicht sonderlich von den bereits hinlänglich bekannten Versionen, großartig experimentiert wird hier nicht. Das vorliegende Live-Album funktioniert da mehr über die nostalgische Stimmung und den – vergleicht man die Tracks mit aktuelleren Hip-Hop-Nummern – doch schon fast wie aus der Zeit gefallen wirkenden Neunziger-Jahre-Humor.

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Fazit: Trip down memory lane. But not more.

Anspieltipps: Jein, Nordisch by Nature, Können diese Augen lügen/Little Numbers

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