Festival-Beben: Rock am See fällt ins Wasser – Rock am Ring wird durch neues Festival ersetzt

Rock am Ring (foto: ng/christian rüger)

Rock am Ring (foto: ng/christian rüger)

Neuigkeiten aus der Eifel: Rock am Ring wird am Nürburgring wohl durch ein anderes Festival ersetzt. Das kündigten die neuen Betreiber der Rennstrecke an. RaR will sich derweil für 2015 ein neues Domizil suchen. Auch am Bodensee gibt’s schlechte Nachrichten: Rock am See fällt dieses Jahr ins Wasser.

Der Autozulieferer Capricorn, der neue Betreiber der Rennstrecke, ließ verlauten, dass 2015 ein neues Festival ins Leben gerufen werden soll. Es werde Rock am Ring inhaltlich ähneln. Man rechne damit, dass auch künftig international bekannte Bands den Weg in die Eifel antreten, so Nürburgring-Geschäftsführer Carsten Schumacher, dessen Unternehmen mehr Geld von den RaR-Konzertveranstaltern gefordert habe: „Der Anteil am Gewinn war unzureichend.“

„Ich kann mich eines gewissen Schmunzelns nicht enthalten, dass ein Autozulieferer glaubt, dass er ein Festival auf die Beine stellen kann“, erklärte dagegen RaR-Veranstalter Lieberberg gegenüber der Presseagentur dpa. „Das ist aus meiner Sicht das Ende des Nürburgrings als Musik-Veranstaltungsstätte, wenn die das jetzt in die Hand nehmen. Wir haben in 30 Jahren eine Marke aufgebaut und die glauben, die können das in einem Jahr.“ RaR suche für 2015 ein neues Domizil. Rock im Park sei von den aktuellen Entwicklungen unberührt.

Auch am Bodensee müssen die Festivalfans eine bittere Pille schlucken: Veranstalter Koko Entertainment kündigte gestern an, dass Rock am See dieses Jahr ins Wasser falle. „Wir machen eine kreative Pause. Wir bedanken uns bei euch für euer geduldiges Warten und freuen uns umso mehr auf die nächste Ausgabe von Rock am See 2015“, schreibt der Veranstalter auf seiner Facebook-Seite.

Keine neue Situation für die Musikfans aus der Bodensee-Region: Das seit 1985 existierende Festival im Bodenseestadion fiel bereits zweimal aus: 1988 konnte keine Band als Headliner verpflichtet werden, 1992 wurde das Stadion umgebaut. Auch 2013 ließ sich zunächst kein Headliner finden. Im letzten Moment konnten damals allerdings noch die Toten Hosen verpflichtet werden.

Text: Benjamin Fiege

 

 

 

 

 

 

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