Farin Urlaub: Klare Kante gegen Alltagsrassismus

Farin Urlaub (foto: Armin Kübelbeck, CC-BY-SA, Wikimedia Commons)

Farin Urlaub hat klare Kante gezeigt und in einem Interview mit dem Stadtmagazin Frizz den unter der Oberfläche brodelnden Alltagrassismus in Deutschland kritisiert.

Auf Facebook postete FRIZZ am Donnerstag den folgenden Interview-Auszug:

Es geht um Pegida, Tröglitz etc.: Halten Sie es für realistisch, dass wir irgendwann einmal all diese dämlichen Formen des Alltagsrassismus überwinden können?

Farin Urlaub: „Da muss ich etwas ausholen: solange es Leute gibt, die nichts können, nichts wissen und nichts geleistet haben, wird es auch Rassismus geben. Denn auch diese Leute wollen sich gut fühlen und auf irgendetwas stolz sein. Also suchen sie sich jemanden aus, der anders ist als sie und halten sich für besser. Oder sie sind bekloppterweise stolz darauf, „Deutsch“ zu sein, wozu keinerlei Leistung ihrerseits nötig war. Der Hass entsteht dann beispielsweise aus der Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und Realität; denn wenn sie wirklich „besser“ wären, dann würden sie ja auch etwas können. Kann mir noch jemand folgen? Ich habe jegliche Geduld mit diesen Arschgeigen verloren; wenn ich erleben muss, dass hierzulande hilfesuchenden Menschen der notdürftige Wohnraum angezündet wird, weil „die uns ja etwas wegnehmen wollen“, dann schäme ich mich dafür, Deutscher zu sein.“

Am heutigen Freitag veröffentlichte Frizz aufgrund der hohen Aufmerksamkeit, die das Ganze generiert hat, das komplette  Interview, das eigentlich erst in der kommenden Ausgabe erscheinen sollte.

Schrei nach Liebe von
Die Ärzte auf tape.tv.

In der ausführlichen Version des Gesprächs zwischen Urlaub und dem Magazin liest sich die Frage ein bisschen anders: „Nun gibt es mittlerweile wieder einige aufrechte Geher, respektive Spaziergänger, die von deutscher Kultur schwafeln und Ausländerhass schüren. Einmal um Rat gefragt: Welche Erfahrungen haben Sie im Laufe Ihrer Karriere mit rechten Rattenfängern und rechten Kleinbürgern gemacht? Halten Sie es für realistisch, dass wir irgendwann einmal all diese dämlichen Formen des Alltagsrassismus überwinden können?

Farins Antwort bleibt die gleiche.