Japanese Breakfast

Japanese Breakfast (foto: phobymo)

Eigentlich sollte Japanese Breakfast nur ein Nebenprojekt sein. Michelle Zauner aus Philadelphia/Pennsylvania veröffentlicht im Jahr 2013 die ersten Songs unter diesem Solo-Künstlernamen, steht sonst eigentlich bei der Kapelle Little Big League in Lohn und Brot. Dann aber mausert sich Japanese Breakfast überraschend zum Hauptprojekt – und das, obwohl Zauner hier ganz andere Musik kredenzt, als man von ihr bis dato gewohnt ist.

Zauner offerierte hier, anders als bei ihrer eher Gitarren-basierten Indie-Rock-Hauptband, eher düstere Lyrics und offenbarte ein ganz besonderes Gespür für eingängige Pop-Melodien.

Zwei Bedroom-Pop-Kassetten später präsentiert Japanese Breakfast 2016 ihr erstes Studioalbum „Psychopomp“, was über Dead Oceans erscheint. Es repräsentiert Zauners Interesse für Experimentelles und beinhaltet eine große Bandbreite an verschiedenen Sounds: Schrille Anime-Samples, minimalistische Balladen oder Rhythmen, die an „Tango In The Night“ von Fleetwood Mac erinnern, gepaart mit der launischen Intimität von Mount Eerie. Nachdem der Grundstein für das Album gelegt wurde, hat Zauner sich Ned Eisenberg als Co-Produzent mit ins Boot geholt, der das Album noch etwas ausschmückte. „Psychopomp“ kommt mit altbekannten und aufpolierten LoFi-Tracks daher, genauso wie mit neuen Sounds.

Der Nachfolger zu Japanese Breakfasts Debüt erscheint 2017: „Soft Sounds From Another Planet“ ist ein Werk der Selbstreflektion, das sich dem Kosmos zuwendet auf der Suche nach Heilung, um Inspiration in Science Fiction, im Weltall und dem Mars One Projekt zu finden. Dieser Einfluss ist besonders präsent im Video zu „Machinist“, Michelle Zauners viertem Musik-Video, das sie in Kooperation mit Adam Kolodny (House of Nod‘s) gedreht hat.

 

DISCOGRAPHY

2016: Psychopomp

2017: Soft Sounds From Another Planet

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.