Elle

Elle (foto: verleih)

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9 MFA

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Mit Ende 70 wagt sich der niederländische Regisseur Paul Verhoeven auf neues Terrain: Sein vieldiskutierter Rache-Thriller „Elle“ mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle liegt nun fürs Heimkino vor. Hier überzeugt nicht nur das Drehbuch, sondern auch die Hauptdarstellerin.

Michèle (Isabelle Huppert), Chefin einer erfolgreichen Firma für Videospiele, wirkt wie eine Frau, der nichts und niemand etwas anhaben kann. Unnahbar führt sie mit der gleichen Präzision und Kalkül ihre Firma wie ihr Liebesleben. Als Michèle eines Tages in ihrem Haus von einem Unbekannten angegriffen und vergewaltigt wird, scheint sie das Vorgefallene zunächst kalt zu lassen. Doch ihr Leben ist über Nacht ein anderes geworden. Resolut spürt sie den Angreifer auf und verstrickt sich mit ihm in ein gefährliches Spiel aus Neugier, Anziehung und Rache. Es ist ein Spiel, das jederzeit außer Kontrolle geraten kann …

Für „Elle“ hat der Niederländer Paul Verhoeven die möglicherweise besten Kritiken seiner langen Karriere bekommen. Und womit? Mit Recht. In dem Rape-Revenge-Thriller spielt der Gute äußerst provokant mit den Opfer- und Täterrollen. Verlassen kann sich der Mann auch auf seine Hauptdarstellerin: Isabelle Huppert, ohnehin eine der besten europäischen Schauspielerinnen, liefert hier eine grandiose und mutige Leistung ab. Ihr ist es zu verdanken, dass Streifen, der auf dem Roman „Oh …“ des französischen Autors Philippe Djian fußt, auch den Geist des französischen Films atmet. Das handelte ihr zumindest eine Oscar-Nominierung ein.

Fazit: Gleichermaßen kontrovers wie genial.

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