Eels – The Deconstruction

Eels - The Deconstruction (foto: pias)

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Album Nummer zwölf ist da: Vier Jahre nach Veröffentlichung von “The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett”, mit dem die Eels auch in Deutschland erstmals in den Top Ten der Album-Charts landeten, hat die Band um Mark Oliver Everett alias E nun “The Deconstruction” veröffentlicht.

Mark Oliver Everett ist auf einer Mission. Sein Anliegen: In einer Welt, die komplett aus den Fugen geraten zu sein scheint, irgendwie doch noch das Schöne finden: “Die Welt spielt total verrückt. Aber wenn man genau hinschaut, lässt sich auch das Schöne noch finden. Manchmal muss man sogar gar nicht danach suchen. Und manchmal muss man die Dinge selbst in die Hand nehmen, vielleicht auch mal etwas zerreißen, um innen etwas Schönes zu finden”, sagt der notorische Melancholiker im Waschzettel zu seinem neuen Machwerk.

Nun wissen wir nicht, was Mark Oliver Everett während der Aufnahmen zu seinem neuen Album so alles zerrissen hat. Was wir wissen: Er hat etwas Schönes entstehen lassen. Etwas schön Trauriges, wie es eben schon immer so seine Art ist. Auf den neuen 15 Songs teilt Everett wieder seinen Weltschmerz mit dem Hörer (wenn auch auf nicht ganz so persönlicher Ebene wie sonst bei ihm üblich), lässt aber dann und wann etwas Licht durch die dunklen Wolken scheinen, um dem Plattenkäufer Mut zuzusprechen. Wie in dem Song “Premonition”, in dem Everett einen entspannten, geradezu pragmatischen Umgang mit der Erbarmungslosigkeit des Schicksals zu pflegen scheint. Auch der Titelsong marschiert in eine ähnliche Richtung, das Übel der Welt wird von Everett erkannt und akzeptiert, ja, hingenommen: “Time for me to fall apart”.

Kurzum: Inhaltlich wie musikalisch ist das Ganze ein typisches Eels-Album. Melancholischer Indie-Rock meets College-Pop. Und auf “Rusty Ripes” wird auch wieder mit dem Hip-Hop geflirtet. Aufgenommen wurden die neuen Songs übrigens in The Compound in Los Feliz sowie in den The Pie Studios in Pasadena, Kalifornien. Neben dem Deconstruction Orchestra & Choir lud Everett auch musikalische Weggefährten zu den Recording-Sessions ein – darunter Kool G Murder und P-Boo sowie Produzent Mickey Petralia, der zuletzt am Album “Electro-Shock Blues” (1998) beteiligt war.

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Fazit: Süße Schwermut.

Anspieltipps: The Deconstruction, Premonition, Bone Dry, Rusty Ripes

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