Echo: Frei.Wild werden nicht von Nominierung ausgeschlossen

Wir erinnern uns: Im vergangenen Jahr gab es um die Nominierung der Südtiroler Band Frei.Wild für den Echo ein großes Tohubawohu. Mit dem Ergebnis, dass der Bundesverband Musikindustrie die Nominierung kurzerhand zurückzog. Dieses Jahr, so kündigten die Verantwortlichen an, werde man hingegen eine Nominierung zulassen. Die Nominees werden nächste Woche bekanntgegeben.

„Um zu verhindern, dass der Echo zum Schauplatz einer öffentlichen Debatte um das Thema der politischen Gesinnung wird, hat sich der Vorstand nach intensiven Diskussionen dazu entschlossen, in die Regularien des Preises einzugreifen und die Band Frei.Wild von der Liste der Nominierten zu nehmen“, lautete 2013 das Statement der Verantwortlichen. Schauplatz einer öffentlichen Debatte war der Echo da längst geworden, nachdem Bands wie Kraftklub, Mia. und Die Ärzte sich aufgrund der Frei.Wild-Nominierung von dem deutschen Musikpreis distanziert und mit Boykott der Veranstaltung gedroht hatten.

Nächste Woche sollen nun die Nominierten für den diesjährigen Echo bekanntgegeben werden. Dass Frei.Wild mit ihrem Album „Still“ dort auftauchen werden, davon kann man nun ausgehen. Der Echo-Beirat, so heißt es, sei zu dem Ergebnis gekommen, „dass hier insgesamt die Grenze vom  künstlerisch Vertretbaren zum gesellschaftlich völlig Unvertretbaren nicht überschritten sei.“

Da die Tonaufnahmen der Künstler nicht indiziert seien und auch die FSK eine Freigabe ab 12 Jahren erteilt habe, sehe sich der Echo-Beirat in seiner Annahme bestätigt.

Frei.Wild stehen aufgrund ihrer Deutschtümelei immer wieder in der Kritik. Ihnen wird rechtes Gedankengut vorgeworfen, auch aufgrund der Rechtsrock-Vergangenheit des Leadsängers Philipp Burger. Die Band wehrt sich gegen die Vorwürfe.

 

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