Dropkick Murphys – 11 Short Stories Of Pain & Glory

Dropkick Murphys - 11 Short Stories Of Pain & Glory (foto: pias)

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6 Born & Bred / [PIAS] Cooperative

6

Die eingängige Kombination von irischem Folk, Punk und Hardcore, wie sie die Dropkick Murphys seit fast 20 Jahren zelebrieren, gibt es auch auf dem neuen Album „11 Short Stories Of Pain & Glory“ zu hören.

Den Straßendreck-Anteil haben die Bostoner dabei im Vergleich zum Vorgänger „Signed And Sealed in Blood“ nochmals heruntergefahren. Das wäre an sich noch kein Problem, doch leider zünden auch die Songs nicht so wie gewohnt. Das vorab veröffentlichte „Blood“ bleibt ein recht einsames Highlight auf „11 Short Stories“. Nach dem feinen Intro „The Lonesome Boatman“, dem guten „Rebels With A Cause“ und eben dem genannten „Blood“ sinkt der Energielevel auf ein fast durchgängig niedriges Niveau. Hier ist eher Schnunkeln statt Pogen angesagt.

Zu viele Melodielinien hat man zudem so oder ähnlich schon einmal gehört. Tiefpunkt ist sicherlich das uninspirierte „You’ll Never Walk Alone“-Cover. Das folgende „4-15-13“, das den Terroranschlag in der Heimatstadt der Band aufgreift, lebt eher vom seinem emotionalen Thema als von seiner musikalischen Qualität. Aufhorchen lässt nochmal der Rausschmeißer „Until The Next Time“, der mit seinem Madness-Einschlag für die Murphys recht untypisch daherkommt.

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Fazit: Als Hintergrundbeschallung für einen gepflegten Guiness- und Whisky-Abend immer noch geeignet, aber gemessen an früheren Werken eine Enttäuschung.

Anspieltipps: Blood, Until The Next Time

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