Do I Smell Cupcakes – Make The Big Boys Hire Me

Do I Smell Cupcakes - Make The Big Boys Hire Me (foto: höpen media)

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Mitten in die graue Februar-Tristesse platzen Do I Smell Cupcakes mit ihrem neuen Album “Make The Big Boys Hire Me”. Genau zur richtigen Zeit.

Es gibt ja Menschen, die nicht müde werden, zu betonen, dass es nun aber endgültig und bei aller Liebe vorbei sei mit der Rock-Musik. Dass die Gitarre out und das Genre auserzählt sei. Und ja, vielleicht ist das auch so. Dem muss man aber mit der klassischen Rock-Attitüde begegnen: no fucks given. Vor allem, wenn einem dann so ein Album wie “Make The Big Boys Hire Me”. Ein Album, das einfach wirklich Spaß macht.

Ursprünglich war die 2015 gegründete Band mal ein Quartett, aber das ist heute auch nicht weiter wichtig. Auch als Trio entwickeln Can Monarc (Gesang), Dennis Depta (Gitarre) und Jon-Jakob Gendner (Drums) genügend Durchschlagskraft. Ihre upbeat-betonten Songs bewegen sich zumeist – um zurückhaltende Elektronik  erweitert – zwischen süffigem Pop (“Alive”) und schwer rockenden Akkordsalven (“Welcome To Adolescence”, “Allure”, “By The Dawn’s Early Light”). Wie es sich für eine Breitwandrock-Band gehört, gibt es zwischendurch aber auch mal die eine oder andere schmiegsame Ballade (“Limits”, “Alibi”). Manchmal ist der Übergang auch fließend. Der Hang zum Epischen, zum Rock-Opernhaften – er ist dabei auf jeden Fall nicht zu verleugnen.

Produziert wurde das 14 Tracks umfassende Machwerk übrigens vom US-Produzenten Chris Badami, der unter anderem schon für Acts wie Bonaparte oder Jennifer Rostock an den Reglern stand.

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Fazit: Eine Band, die sich nach leckerem amerikanischen Gebäck benennt, kann nicht unsympathisch sein.

Anspieltipps: Welcome To Adolescence, Dance On, Alive, Limits

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