Desierto – Tödliche Hetzjagd

Desierto (foto: Ascot)

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Das Trump-Amerika, zusammengefasst in einem packenden Thriller: „Desierto – Tödliche Hetzjagd“ beschäftigt sich mit einer Gruppe illegaler mexikanischer Einwanderer, die von einem durchgeknallten Menschenjäger durch die Wüste gejagt werden. Der dystopische Streifen ist nun auf DVD und Blu-Ray erschienen. 

Sie suchten die Freiheit und finden den Tod: 14 illegale mexikanische Migranten begegnen einem US-Redneck (Jeffrey Dean Morgan) mit Gewehr und Spürhund. Abgeknallt wie Kaninchen bleiben sie in der staubigen Hitze der Badlands im Grenzgebiet liegen. Nur eine verletzte junge Frau und Moises (Gael García Bernal), der den Weg schon einmal gegangen ist und unbedingt wieder zu seinem kleinen Sohn nach Oakland will, können zunächst entkommen. Zwischen den Mexikanern – mit dem Mut des Verzweifelten – und dem Menschenjäger beginnt ein brutales Duell auf Leben und Tod …

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Puh. Der Film ist starker Tobak. Spiegelt er doch in gewisser – wenn auch drastisch zugespitzter Weise – die Stimmung, die derzeit gegen Illegale oder auch Flüchtlinge herrscht. Leider nicht „nur“ im amerikanischen Süden, sondern mittlerweile auch in Europa. Was bedeutet es, wenn jemand meint, „Grenzen mit allen Mitteln schützen“ zu müssen, wie es die Rechtspopulisten so gerne fordern? „Gravity“-Macher Jonás Cuarón, der für diesen Film die Story entwickelte und auch gleich die Regie übernahm, liefert mit „Desierto“ eine düstere Antwort auf diese Frage.

Gael García Bernal, derzeit einer der angesagtesten mexikanischen Schauspieler, nimmt man die Verzweiflung jederzeit ab. Jeffrey Dean Morgan überzeugt in der Rolle des rassistischen Bösewichts. Da sieht man auch über das eine oder andere Logikloch (die Prota- und Antagonisten sind erstaunlich lange und flink ohne Wasser unterwegs) hinweg – und den Umstand, dass die Geschichte sehr linear und ohne größere Überraschungen erzählt wird.

Fazit: Unerträgliches Thema, einigermaßen spannend umgesetzt.

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