Deichbullen – Staffel 1

Deichbullen (foto: studio hamburg)

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Die Serie war ein Überraschungserfolg: In “Deichbullen” werden zwei bereits etwas angegraute Hamburger Polizisten auf ihre alten Tage in die norddeutsche Tiefebene versetzt. In dem so unangenehm idyllisch wirkenden Kollmar an der Elbe lernen die beiden Großstadtpolizisten, die unterschiedlicher kaum sein könnten, ein völlig neues Leben kennen. Studio Hamburg Enterprises hat die erste Staffel nun auf DVD und Blu-ray veröffentlicht.

Und plötzlich sind sie am Arsch der Welt gelandet: Hartmut Paulsen und Klaus „Kiez“ Kante, einfach so von der Elbmetropole in dieses Küstendorf verfrachtet, sind entsprechend mies gelaunt, zumal sich die neue Wirkungsstätte zunächst als erwartet eintönig erweist. Eines Nachts aber werden die Beiden von einem markerschütternden Schrei geweckt. Kante ist sich sicher: „Das war kein Schaf, Kollege!“ Das Verbrechen lauert eben überall …

Ursprünglich waren die “Deichbullen” eine Mini-Serie, bestehend aus vielen kurzen Episoden, die von dem Kieler Regisseur Michael Söth ersonnen wurde. Der wollte eigentlich einen Spielfilm machen, fand aber zunächst niemanden, der ihm das finanzieren und letztlich auch senden wollte und entschied sich daher für das Low-Budget-Webformat. Angesichts der geringen Promo war der Erfolg dann beachtlich. Gerade bei Kritikern kam die Serie gut an, sie heimste auch den einen oder anderen Preis ein, wodurch letztlich der Streaming-Anbieter Netflix auf Söths Werk aufmerksam wurde. Dieser bot dem Regisseur an, nun doch eine ganze Staffel der “Deichbullen” zu produzieren. Gesagt, getan, es wurde neu gedreht, allerdings auch auf das bereits veröffentlichte Material zurückgegriffen.

Entstanden ist so eine recht eigentümliche Serie, die sich zwischen Krimi, Comedy und Mystery (Söth bedient sich hier und da bei “Twin Peaks”, vor allem was die teils bizarren Charaktere angeht) bewegt, dabei aber nicht perfekt durchgetaktet ist, sondern viel von der Improvisation lebt. Auf das Drehbuch wird da gerne mal gepfiffen, René Chambalu und „Reverend“ Christian Dabeler müssen als Darsteller das Kind mehr oder weniger alleine schaukeln. Das sorgt ab und an für geniale (wenn auch ob des Dialekts nicht immer leicht verständliche) und witzige Momente. Allerdings hätte man sich insgesamt doch mehr Handlung und Action gewünscht. Muss man mögen.

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Fazit: Ungewöhnlich.

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