Colossal

Colossal (foto: universum)

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7 Universum
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Ein bisschen Drama, ein bisschen Sci-Fi und eine Prise schwarzer Humor: Fertig ist die Mischung, die Regisseur Nacho Vigalondo in “Colossal” angerührt hat. Der Streifen liegt nun fürs Heimkino vor.

Nein, viel bekommt Gloria (Anne Hathaway) nicht auf die Kette. Die Gute ist arbeitslos, nicht wahninnig bestrebt, an diesem Zustand etwas zu ändern und überdies auch dem Partyleben und vor allem dem Alkohol zugetan. Ein Zustand, von dem ihr Freund Tim (Dan Stevens) irgendwann die Schnauze gehörig voll hat. Und so stellt er Gloria einfach die Koffer für die Tür. Auf sich allein gestellt, kehrt die junge Frau schließlich aus der Großstadt an den Ort ihrer Kindheit zurück und trifft dort auf alte Bekannte, die nach wie vor in dem beschaulichen Städtchen wohnen.

Zeitgleich mit Glorias Heimkehr passieren seltsame Dinge am anderen Ende der Welt und in den Nachrichten gibt es nur noch ein Thema: Seoul, das von einem gigantischen Monster heimgesucht wird. Gebannt verfolgt auch Gloria die Geschehnisse und bemerkt schockierende, gemeinsame Verhaltensauffälligkeiten bei ihr und dem Monster. Schnell stellt sich heraus, dass das kein Zufall ist …

Keine Frage: Die Themen sind hier grundsätzlich klassische. Es geht um Alkoholismus und Zerstörungsdrang, den Kampf gegen die inneren Dämonen, um zerbrochene Liebe und Verantwortung. Die Art und Weise, wie Regisseur Nacho Vigalondo diese Themen aber auf die Leinwand bringt, ist dann doch eher erfrischend ungewöhnlich. Fantasievoll, witzig, abgründig – hier macht’s die Mischung. Da verzeiht man auch die “Godzilla”-Persiflage. Die beiden Hauptdarsteller machen einen guten Job, sie befreien sich aus den Schubladen, in die sie so gerne gesteckt werden: Hathaway zeigt, dass sie nicht nur süß, und der stets auf Mr. Nice Guy-Rollen festgelegte Jason Sudeikis, dass er auch düster und böse kann. Wobei hier das einzige, wenn auch große Problem des Films mitschwingt: Sympathisch sind einem die Charaktere durch die Bank weg nicht. Ein Streifen, der ohne Helden auskommt, macht es dem einen oder anderen Zuschauer dann doch vielleicht etwas schwer.

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Fazit: Guter Ansatz, interessante Umsetzung.

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