Blade Runner 2049

Blade Runner 2049 (foto: sony pictures entertainment)

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6 Sony Pictures Entertainment
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Kein Remake, sondern die Fortsetzung eines der legendärsten Filme der achtziger Jahre: In “Blade Runner 2049” nimmt es diesmal Ryan Gosling mit den Replikanten auf.

Die Handlung setzt rund 30 Jahre nach den Ereignissen aus dem Vorgängerfilm an. Wir schreiben also das Jahr 2049. Die Tyrell Corporation ist bankrott, nachdem ihre Replikanten einen blutigen Aufstand probten. Die Ökosysteme der Welt sind kollabiert, es gab Hungersnöte, ehe die Wallace Company die Dinge in die Hand nahm, die Versorgung mit Nahrungsmitteln wieder herstellte und das Replikanten-Programm wieder aufnahm und weiterentwickelte. Die Replikanten sind nun menschenähnlicher, haben sogar künstliche Erinnerungen, werden aber immer noch als Sklaven eingesetzt – oder eben als Blade Runner, die alte Replikanten “in den Ruhestand” schicken – sprich: eliminieren. LAPD Officer K (Ryan Gosling) ist einer jener Replikanten-Jäger. Er stößt bei seiner Arbeit auf ein lange gehütetes Geheimnis, das die Reste der Zivilisation ins totale Chaos stürzen könnte. K benötigt die Hilfe seines Vorgängers Rick Deckard (Harrison Ford). Aber den muss er erstmal finden …

Der originale “Blade Runner” aus dem Jahr 1982 ist ein echter Kultfilm, ein Sci-Fi-Klassiker, ja, ein Meisterwerk. Ridley Scott hatte damals einen dystopischen Film geschaffen, der durch seine Story, seine visuelle Ästhetik und vor allem auch die Filmmusik von Vangelis beeindruckte. Ein Film, der viele (auch philosophische) Fragen aufwarf, unheimlich viele Themenfelder beackerte und Cyberpunk den Weg ins Kino ebnete. Diesem Meisterwerk ein Sequel folgen zu lassen – gewagt, gewagt. Viel ist dabei nicht schiefgegangen, aber doch elementares. Die visuelle Ästhetik passt, die Story auch, die Spezialeffekte sind atemberaubend, auch die Besetzung stimmt – und dennoch reicht das Ganze nicht an das viel subtilere Original heran. Zum einen ist “Blade Runner 2049” etwas zu begeistert von sich selbst, was wohl auch die lange Laufzeit erklärt. Weniger wäre hier mehr gewesen. Zum anderen nimmt sich der Film trotz seiner Länge nicht die Zeit, die Charaktere besser auszuarbeiten. Und auch der Score, der praktisch nicht vorhanden ist, raubt dem Film viel von der Atmosphäre, die noch das Original ausgezeichnet hat. Visuals sind eben nicht alles.

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Fazit: Da wäre mehr drin gewesen.

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