Bedeviled

Bedeviled (foto: ascot)

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4 Ascot Elite

4

Eine teuflische App sucht eine Gruppe Teenager heim – nicht die schlechteste Prämisse für einen Horrorfilm, auch wenn die Botschaft dahinter dem Zuschauer natürlich etwas mit dem Holzhammer eingetrichtert wird. Leider wird aus der Prämisse dann am Ende aber doch zu wenig gemacht bei dem Horrorstreifen „Bedeviled“, der gerade auf DVD und Blu-Ray erschienen ist. 

Eigentlich ist Nikki (Alexis G. Zall) ein gesundes, junges Mädchen. Doch dann kommt sie unter mysteriösen Umständen ums Leben: Ein Schock, Herzstillstand. Doch wovor hat sich die Arme so erschrocken? Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten. Von dem Handy der Toten wird eine Einladung an alle ihre Freunde geschickt, eine App herunterzuladen. Spooky. Doch die Neugier besiegt den Horror und schnell haben alle „Mr. Bedevil“ auf dem Smartphone. Zuerst bietet er allerlei nützliche Dienste an. Aber dann beginnt das Grauen. Denn „Mr. Bedevil“ findet die schlimmsten Ängste seiner User und lässt sie real werden. Verzweifelt suchen die Freunde nach einem Ausweg. Deinstallieren kann man die App nicht und zerstörte Smartphones reparieren sich selbst …

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Keine Frage: Jede Generation an Horror-Filmen hat ihre ganz eigenen Themen. Dinge, die den Menschen zu jener Zeit eben Angst machen. In den fünfziger Jahren waren es Außerirdische und Radioaktivität, in den sechziger Jahren geistesgestörte Serienmörder, in den siebziger Jahren das Okkulte – und heute arbeiten sich die Horror-Filmemacher immer mal wieder an der Angst vor der hochentwickelter Technologie ab. In „Bedeviled“ ist es nun also eine teuflische Handy-App. Eigentlich gar keine schlechte Idee, mit der Burlee und Abel Vang hier um die Ecke kommen. Allerdings wird sie etwas hölzern umgesetzt. Einerseits aufgrund der aufgesetzt wirkenden Dialoge, andererseits wegen des etwas albern wirkenden Monsters. Die Jumpscare-Effekte werden viel zu inflationär eingesetzt. Auch mit den Filmzitaten (unter anderem Freddy Krueger, Stephen Kings „Es“ und der „Exorzist“) übertreiben es die Macher leider. Insgesamt ist das Ganze auch zu sehr auf Hochglanz getrimmt, die für einen Horrorfilm nötige Atmosphäre will sich daher nicht so recht einstellen.

Fazit: Biederer Durchschnitt – trotz interessanter Prämisse.

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