Basmati Blues

Basmati Blues (foto: eurovideo)

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RomCom oder Musical-Film? So richtig entscheiden kann sich “Basmati Blues” nicht. Ein Film in der Identitätskrise. Der einstmals zu recht vergessene Streifen, bei dem Brie Larson in der Hauptrolle zu sehen ist, liegt jetzt fürs Heimkino vor.

Lindas (Brie Larson) ist eine Wissenschaftlerin mit Leib und Seele. Gemeinsam mit ihrem Vater Ben (Scott Bakula) hat die Gute im Genlabor eine Formel zur Züchtung von künstlichem Reis entwickelt. Ihr Ziel: Mit der optimierten Pflanze soll weltweit Hunger bekämpft werden. Ihr Boss Gurgon (Donald Sutherland) wittert dabei das große Geschäft und schickt die junge Forscherin nach Indien, um die Reisbauern vom genentwickelten Reis zu überzeugen und viele Käufer zu finden. Linda merkt zunächst nicht, dass sie damit die Existenz der Farmarbeiter bedroht. Mit Hilfe von Rajit (Utkarsh Ambudkar) setzt sie alles daran, ihren Fehler rückgängig zu machen, und erobert damit nicht nur die Herzen der Bauern.

Manchmal holen einen die Schatten der Vergangenheit ein. Mittlerweile schwimmt die gute Brie Larson ja auf einer Erfolgswelle. 2016 erhielt sie für ihre Hauptrolle in “Raum” den Oscar, einen Golden Globe und einen Screen Actors Guild Award. 2012 war die Schauspielerin von ihrem großen Durchbruch noch ein ganzes Stück entfernt. Da nimmt man dann schon mal Rollen an, von denen man eigentlich besser die Finger lassen sollte. Rollen wie in dem unsäglichen “Basmati Blues”. Mit dem 2012 gedrehten Streifen hat sich Larson keinen Gefallen getan: Es wimmelt nur so von Klischees, von Stereotypen, das es einem körperlich fast schon wehtut. Dazu noch die unsägliche Prämisse von der schönen weißen Ritterin, die in die Welt auszieht, um jenen zu helfen, die sich vermeintlich nicht selbst helfen können. Da hilft auch der Twist am Ende nicht, das Aufbegehren gegen den bösen Großkonzern. Auch abseits dieses Umstands weiß der Film nicht zu überzeugen. Die platte Story ist maximal vorhersehbar, die gesanglichen Einlagen – die eine Bollywood-Referenz darstellen sollen – doch recht bieder – und die deutsche Synchro schlimm.

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Fazit: Zum Vergessen.

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