Anna von Hausswolff – Dead Magic

Anna von Hausswolff - Dead Magic (foto: city slang)

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8 City Slang/Universal Music
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Gewohnt düster unterwegs: Anna von Hausswolff bleibt sich auf ihrem neuen Album “Dead Magic” treu.

Es ist schon eine besondere Musik, der sich Anna von Hausswolff verschrieben hat. Funeral Pop nennt man das gemeinhin, was uns die Schwedin vorsetzt. Der besteht aus ziemlich düsterem Folk-Pop und kraftvollen Noise-Elementen. Meist besingt von Hausswolff den Tod, gerne begleitet von einer Kirchenorgel. Ihr erstes Album “Ceremony”, vor vier Jahren erschienen, war mehr oder weniger eine Totenmesse für ihren verstorbenen Grossvater. Auf dem Nachfolger “The Miraculous” entführte von Hausswolff den Hörer an einen geheimen Ort, der sich als Schauplatz eines mittelalterlichen Massakers entpuppte.

Nun also: “Dead Magic”. Wie der Titel bereits andeutet, hält die Schwedin an ihrem bewährten Konzept fest. Wieder wird es richtig düster, wieder besingt von Hausswolff den Tod, wieder begleitet von einer Kirchenorgel, diesmal jener aus der Kopenhagener Marmorkirken. Am eindrucksvollsten vielleicht in der bereits ausgekoppelten Single “The Mysterious Vanishing of Electra”, in der es um ihr eigenes Ableben geht. Schaurig. Musik gewordene Hoffnungslosigkeit.

Das Album besteht aus nur fünf Tracks, die haben es aber in sich – auch in Sachen Länge. Immerhin wird uns hier eine Spielzeit von 47 Minuten kredenzt. Alleine der unheilschwangere Opener “The Truth, The Glow, The Fall” – der auch aus dem Album “Ceremony” stammen könnte – dauert zwölf, das mit großer Geste daherkommende “Ugly And Vengeful” sogar knapp 16 Minuten.

Auffallend: Bei “Dead Magic” steht von Hausswolff als Sängerin wieder mehr im Vordergrund. Und das nutzt die Gute auch sehr effektvoll aus. Sie schraubt ihre Stimmen in höchste Höhen, sie schreit, fast hysterisch, wahnhaft gar, sie eskaliert, um dann im nächsten Moment wieder bedächtig, ruhig, gesetzt zu sein. Beeindruckend.

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Fazit: Düsteres Vergnügen.

Anspieltipps: The Mysterious Vanishing of Electra, The Marble Eye

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