Amy Winehouse: Label-Boss ließ Demos zerstören

Amy Winehouse (foto: wikipedia/berlinfotos)

Posthume Veröffentlichungen werden unter Musikfans oft skeptisch beäugt. Für viele ist das (florierende) Geschäft mit den Toten moralisch verwerflich. Abzocke. Leichenfledderei. Universal-UK-Boss David Joseph sieht das offenbar ähnlich – und ließ Demos von Amy Winehouse zerstören.

Für Joseph gab es da moralisch keine Alternative: Der Plattenboss ließ alle Aufnahmen, die Winehouse bis zu ihrem Tod für ihr geplantes, drittes Album getätigt hatte, vernichten. Sein Ziel: Veröffentlichungen nach dem Tod der Künstlerin zu unterbinden.

Ein drastischer Schritt, den der Gute gegenüber Billboard verteidigte: „Taking a stem or a vocal is not something that would ever happen on my watch. It now can’t happen on anyone else’s.“

Amy Winehouse war am 23. Juli 2011 verstorben. Im selben Jahr erschien posthum „Lioness: Hidden Treasure“ – es wird wohl die einzige Platte bleiben, die nach dem Ableben der Sängerin erschienen ist.