Amanda Marshall

Amanda Marshall (foto: wikimedia)

Was wäre wenn? Ja, was wäre gewesen, wenn Amanda Marshall sich nicht mit ihrem Label überworfen hätte? Wahrscheinlich wäre die Karriere dieser kanadischen Ausnahme-Stimme noch bedeutend spektakulärer verlaufen. So ist es vor allem ihr außergewöhnliches Debütalbum gewesen, an das man sich noch in Jahren erinnern wird. 

Schon in ganz jungen Jahren muss dieses wahnsinnige Gesangstalent der in Toronto/Kanada geborenen Amanda Marshall aufgefallen sein. Nur so ist es zu erklären, dass ihre Eltern keine Zeit verlieren und die kleine Amanda im Alter von drei Jahren beim Toronto Royal Conservatory of Music einschreiben. Hier feilt man fortan an ihrem Gesang. Mit klassischem Training. Und mit Erfolg. Die kleine Amanda begeistert. Schon bald aber wendet sie sich dem Old-School-Jazz zu.

In der Clubszene Torontos erregt Marshall schnell Aufsehen. Mit 17 ergattert sie sogar einen Spot im Vorprogramm von Jeff Healeys Kanada-Tour. Das hilft der talentierten Nachwuchsmusikerin, sich eine kleine Fangemeinde zu erspielen. Kurz darauf wird sie für Tom Cochranes „Life Is A Highway“-Tour gebucht.

Klar, dass der Plattenvertrag da nicht mehr lange auf sich warten lässt. 1994 unterschreibt Marshall bei Sony Music Canada. Schon ihre ersten Singles „Birmingham“ und „Let It Rain“ werden Top-10-Hits. Ihr Debütalbum sorgt auch über die Grenzen Kanadas hinaus für Furore. Fünf weitere Singles aus dem Machwerk schaffen es ebenfalls unter die ersten zehn Chart-Plätze. Neben Diamant in Kanada (über eine Million verkaufte Alben) heimst es auch Gold in Holland sowie Platin in Deutschland und Norwegen ein. In den USA und in Großbritannien läuft es hingegen nicht so erfolgreich.

Das Nachfolge-Album „Tuesday’s Child“ kann zwar nicht den Erfolg von „Amanda Marshall“ wiederholen, verkauft sich aber trotzdem noch recht ordentlich: drei mal Platin in Kanada und drei Top 20 Singles – da kann man nicht meckern. Die dazugehörige Tour läuft ebenfalls prächtig.

2001 erscheint das bis dato letzte reguläre Marshall-Album. Danach: Ebbe. Die Talfahrt beginnt, als Marshall ihr Management feuert. Streitigkeiten und juristische Auseinandersetzungen mit Management und Label folgen – und bringen Marshalls Stimme zum Verstummen. Zumindest, wenn es um die Veröffentlichung von neuem Material geht.

Ihren letzten Auftritt hat Marshall im Jahr 2010.

Discography

1995: Amanda Marshall

1999: Tuesday’s Child

2001: Everybody’s Got A Story

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