Aline – Die Einzige

Alina - Die Einzige (universal music)

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5 Universal Music

5

Der eine oder andere macht es sich ein bisschen einfach. Da war doch tatsächlich schon von der deutschen Adele die Rede. Sicherlich etwas hochgegriffen. Alinas Debüt-Album “Die Einzige”, das morgen erscheint, weiß nur streckenweise zu überzeugen.

Ganz unschuldig sind Künstlerin und Plattenfirma natürlich nicht an diesen unsäglichen Vergleichen. Da wird ob einer gewissen optischen Ähnlichkeit mit der guten Adele natürlich immens kokettiert. Und auch der musikalische Stil, den Alina auf ihrem Debütalbum pflegt, kommt dem von Adele doch recht nah. Alina macht Herzschmerz-Pop, der die eigene Verletzlichkeit zum Thema macht. Die Songs trägt sie mit großer Geste und einem nuancenreichen, warmen Timbre vor, weiß, ihr Publikum emotional mitzunehmen und zu umgarnen.

Ein Glanzlicht auf Alinas Erstling ist sicher die vorab veröffentlichte Single “Nie vergessen”, eine Ode an eine vergangene Beziehung, mit einem Menschen, der ihr dennoch in guter Erinnerung geblieben ist. Eine gefühlvolle Hymne, die im Schmerz auch einen gewissen Optimismus versprüht. Aus dem Text geht nicht genau hervor, ob Alina über einen Mann oder eine Frau singt. Clever, schafft dieser Kniff doch natürlich ein breiteres Publikum. Das Single-Dasein ist überhaupt der rote Faden, den Alina durch dieses Album gezogen hat. Im titelstiftenden, ebenfalls hörenswerten “Die Einzige” etwa stellt sie sich die Frage nach dem “Warum”.

Gesanglich und musikalisch sind der Guten wenig Vorwürfe zu machen. Störend sind auf dem Album jedoch die oft sehr platten, klischeebeladenen Texte. Da wird aus Pop dann doch leider recht schnell Schlager.

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Fazit: Gute Stimme, die leider eher mittelmäßige Songs vortragen muss.

Anspieltipps: Nie vergessen, Die Einzige

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