Alice Cooper – Paranormal

Alice Cooper (foto: label)

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6

Schock-Rocker Alice Cooper will es wieder wissen: Mit „Paranormal“ legt der Altmeister noch Mal ein neues Album vor. Es ist eines mit einigen Höhen – aber auch einigen Tiefen.

Es mag etwas übertrieben klingen, das Ganze als Konzeptalbum zu bezeichnen, aber der gute Alice hat sich laut eigener Aussage bei der Zusammenstellung der Songs schon so seine Gedanken gemacht: „‚Paranormal‘ ist wie zwölf gute Episoden von ‚The Twilight Zone‘. Jeder Song erzählt seine eigene, verdrehte Geschichte'“.

Die stärkste steht direkt am Anfang. Der titelstiftende Opener, eine epische Grusel-Story, macht gleich richtig Laune. Danach verliert die Platte aber zunächst an Drive. „Dead Flies“ erreicht nur mittleres Niveau. „Fireball“, das von einem Alptraum von einer untergehenden Welt erzählt, der nach dem Aufwachen Wirklichkeit wird, kommt ebenfalls nicht über diesen Status hinaus. Die prominente Unterstützung von Deep Purples Roger Glover („Paranoiac Personality“) und ZZ Tops Billy Gibbons („Fallen In Love“) reißt die beiden folgenden Nummern auch nicht aus ihrer Durchschnittlichkeit heraus.

Hat man sich durch diese Titel durchgekämpft, nimmt das Album plötzlich wieder Fahrt auf. Das dreckige „Dynamite Road“ erzählt  die Geschichte einer Band, die einen tödlichen Pakt mit dem Teufel schließt. Auch das sich in Richtung Garagen-Rock bewegende und durchaus eingängige „Private Public Breakdown“ kann überzeugen. „Holy Water“ überrascht mit seinem Vaudeville-Gospel-Ansatz – und am Ende darf sogar die Alice Cooper Band („Genuine American Girl“, „You And All Of Your Friends“) mit ran.

Gesamteindruck: mittel bis ordentlich, ab und an von Bob Ezrin etwas zu glatt produziert – und dem einen oder anderen Ausreißer nach unten zuviel.

Fazit: Man möchte in Zukunft wieder mehr von der originären Alice Cooper Band hören.

Anspieltipps: Paranormal, Dynamite Road, Private Public Breakdown, Holy Water, Genuine American Girl, You And All Of Your Friends

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