„Aktion Arschloch!“ bringt „Schrei nach Liebe“ zurück in die Charts

Das Thema Flüchtlinge wird hierzulande derzeit heiß diskutiert. Goldene Zeiten für rechte Hetzer. Das ficht Gerhard Torges aus Georgsmarienhütte (NRW) an. Der Mann hat gerade die „Aktion Arschloch“ ins Leben gerufen, die zum Ziel hat, „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten wieder in die deutschen Charts und Radios zu bringen – um den Nazis die Stirn zu bieten.

Wie kann man helfen? Man kann die Nummer in einem Online-Store erwerben, mit Bestnoten bewerten oder ihn sich im Radiosender seines Vertrauens oder in Clubs wünschen. Die „Aktion Arschloch!“ will so laut Webseite „ein Zeichen gegen die in Deutschland grassierende Fremdenfeindlichkeit setzen.“

Die Aktion trägt bereits erste Früchte. So haben Farin, Bela B. und Rob auf ihrer Webseite bereits angekündigt, die aus dieser Aktion entstehenden Einnahmen zu spenden. Auf ihrer Webseite schreibt die Band: „Die Ärzte finden es gut und wichtig, dass im Radio Stellung bezogen wird. Die Aktion wäre auch mit jedem anderen Anti-Nazi-Song cool. Wenn es unser Lied sein soll, unterstützen wir das aber natürlich gern.Wir wollen an dieser Sache definitiv nichts verdienen und werden alle Einnahmen von „Schrei nach Liebe“ (auch aus der GEMA) an Pro Asyl spenden.“ Und: „Wir wünschen allen Nazis und ihren Sympathisanten schlechte Unterhaltung.“

Farin Urlaub hatte es sich bereits Anfang des Jahres nicht nehmen lassen, zum Thema Rechtsextremismus Stellung zu beziehen.

Für die Jüngeren unter uns: „Schrei nach Liebe“ war die erste Single des Ärzte-Comeback-Albums „Die Bestie in Menschengestalt“ (1993). Für viele ist der Anti-Nazi-Song die Hymne gegen Rechts schlechthin. Gedacht war er damals als Reaktion auf die Übergriffe und Anschläge in Hoyerswerda, Rostock, Solingen und Mölln. Bela B. damals: „Nach Hoyerswerda konnten wir halt nicht mehr schweigen!“

1 Comment

Comments are closed.