„Aktion Arschloch!“ bringt „Schrei nach Liebe“ zurück in die Charts

Offizielles Pressebild die ärzte 2012. Fotocredit: Nela König

Das Flüchtlingsthema hat die Deutschen fest im Griff. Wie kann geholfen werden? Was kann man tun, um rechtsextremer Hetze die Stirn zu bieten? Gerhard Torges aus dem nordrheinwestfälischen Georgsmarienhütte meint, dass zur zweiten Frage 1993 schon alles Wesentliche gesagt wurde. Und deshalb fordert er mit der von ihm initiierten„Aktion Arschloch!“ dazu auf, „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten wieder in die deutschen Charts und Radios zu bringen.

Das geht denkbar einfach: Man muss den Song etwa in einem Online-Store erwerben, mit Bestnoten bewerten oder ihn sich im Radiosender seines Vertrauens oder in Clubs wünschen. Die „Aktion Arschloch!“ will so „ein Zeichen gegen die in Deutschland grassierende Fremdenfeindlichkeit setzen.“

Die Aktion trägt bereits erste Früchte. So haben Farin, Bela B. und Rob auf ihrer Webseite bereits angekündigt, die aus dieser Aktion entstehenden Einnahmen zu spenden. Auf ihrer Webseite schreibt die Band: „Die Ärzte finden es gut und wichtig, dass im Radio Stellung bezogen wird. Die Aktion wäre auch mit jedem anderen Anti-Nazi-Song cool. Wenn es unser Lied sein soll, unterstützen wir das aber natürlich gern.Wir wollen an dieser Sache definitiv nichts verdienen und werden alle Einnahmen von „Schrei nach Liebe“ (auch aus der GEMA) an Pro Asyl spenden.“ Und: „Wir wünschen allen Nazis und ihren Sympathisanten schlechte Unterhaltung.“

Farin Urlaub hatte es sich bereits Anfang des Jahres nicht nehmen lassen, zum Thema Rechtsextremismus Stellung zu beziehen.

„Schrei nach Liebe“ war die erste Single des Ärzte-Comebackalbums „Die Bestie in Menschengestalt“ (1993). Für viele ist der Anti-Nazi-Song die Hymne gegen Rechts schlechthin. Gedacht war er damals als Reaktion auf die Übergriffe und Anschläge in Hoyerswerda, Rostock, Solingen und Mölln. Bela B. damals: „Nach Hoyerswerda konnten wir halt nicht mehr schweigen!“

 

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