Graham Candy – Back Into It

“Dreams don’t work unless you’re willing to work for them first,” singt Graham Candy in “Back Into It”, der ersten Singleauskopplung seines Debütalbums “Plan A”. Mit der Nummer, einer Hymne über harte Arbeit, ist der Neuseeländer in unserer „Video der Woche“-Rubrik gelandet. Co-produziert wurde das Ding übrigens von Panic-at-the-Disco-Leadgitarrist Kenneth Harris.

Graham Candy hatte nicht die leiseste Ahnung was ihn erwarten würde, als er seine Heimat Neuseeland verließ und in den Flieger nach Berlin stieg. Der Junge, der die Schule schwänzte, um von Freunden erste Akkorde auf der Gitarre zu lernen und seine eigenen Songs zu schreiben, machte sich auf, seinem Traum durch elf Zeitzonen hinterherzujagen. Als Graham eines Tages bei seinem Direktor vorstellig werden musste, gab dieser ihm ausdrücklich den Rat, sich auf seine schulische Laufbahn zu konzentrieren. Er brauche immerhin einen Plan B im Leben. Candys Antwort: „Ich brauche keinen Plan B. Ich habe meinen Plan A und den setze ich um.“ So wurde er auch in einer Bar in Auckland von seinem heutigen Management entdeckt. Und machte den großen Schritt, alles hinter sich zu lassen, was der Neuseeländer bis dahin kannte.

Jetzt ist sein Debütalbum fertig und heißt, wie sollte es anders sein, „Plan A“. “Dreams don’t work unless you’re willing to work for them first,” singt er in der ersten Single “Back Into It”. Es beschreibt seinen Willen an seinem Traum zu arbeiten und niemals aufzugeben. Fast zwei Jahre ist es her, dass der 25-jährige Musiker in den Kreuzberger Riverside Studios „She Moves“ mit DJ Alle Farben aufnahm. Der Song erreichte mit über 170.000 verkauften Einheiten Goldstatus in Deutschland, war europaweit in den Charts und brachte Candy innerhalb weniger Monate von Akustikgigs in kleinen Aucklander Kneipen zu Konzerten in Tausenderhallen.

Es gibt aber keine Anzeichen dafür, dass der Erfolg ihn verändert hat: „Du musst auf dem Boden bleiben“, sagt Candy. „ansonsten bekommst du ein Problem.“ Jetzt ist seine Chance gekommen, der Welt zu zeigen wie viel mehr in ihm steckt. Das Album nahm er mit dem Produzententeam feeling valencia auf, mit denen er schon seine EP „Holding Up Balloons“ produziert hat. „Back Into It“, eine Hymne über harte Arbeit, wurde vom Panic At The Disco-Leadgitarristen Kenneth Harris co-produziert.

Neben seiner Musik schaffte sich der Neuseeländer übrigens auch Zeit für seine zweite Leidenschaft – die Schauspielerei. 2012 stand er neben der Oscar-nominierten Schauspielerin Keisha Castle-Hughes im Film „Queen of Carthage“ vor der Kamera. Außerdem sorgte seine darstellerische Leistung in den Musicals „Footloose“ und ‚Spring Awakening‘ für begeisterte Kritiken. Der Unterschied zwischen Schauspiel und Musik? „Es ist eine Art Flucht, aber es ist nicht echt“, sagt Candy. „Beim Schauspielern gebe ich vor jemand anderes zu sein, bei der Musik kann ich, ich selbst sein.“ Und es war tatsächlich der Kontakt mit Musicals, der ihn Anfang 20 seine Stimme entdecken ließ. Ja, diese Stimme.

Durch die markante und ehrliche Klangfarbe hebt Candys Stimme ihn sofort von seinen Zeitgenossen ab und passt sich jedem Genre, von Dance-Tracks bis hin zu akustischen Stücken problemlos an und klingt dabei immer noch, als ob er eine versteckte Tür zur seine Seele öffnen würde. Vor ihm liegt ein langer, ereignisreicher und aufregender Weg und Graham Candy ist bereit für seinen Plan A einzustehen, um genau dort hinzukommen, wo er hin will.