976-Evil

976-Evil (foto: sony pictures)

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5 Sony Pictures

5

Freddy Krueger erstmals als Regisseur: Robert Englunds High-Tech-Horrorfilm „976-Evil: Durchwahl zur Hölle“ aus dem Jahre 1988 liegt nun erstmals auf Blu-Ray vor.

Der nerdige, modisch äußerst fragwürdig auftretende Hoax Wilmoth (Stephen Geoffreys, „Fright Night“) ist ein echter Außenseiter. Ein Loser. Mit seiner herrischen Mutter (Sandy Dennis) lebt in einer schäbigen Kleinstadt und ist meistens damit beschäftigt, sich Schlägertypen vom Hals zu halten. Insgeheim träumt er davon, Suzie (Lezlie Deane) näher zu kommen, die in der Trailer-Siedlung in seiner Nähe lebt. Doch sein tragisches Dasein nimmt eine furchtbare Wende, als ihn sein Cousin (Patrick O’Bryan) für eine ungewöhnliche Hotline begeistert: Bei Anruf erhält er sein eigenes Grusel-Horoskop. Hoax wird nach und nach von einer grässlichen satanischen Macht ergriffen, die von nun an sein Leben bestimmt. Und wer auch immer dem stillen Sonderling von nebenan zu nahe kommt, wird buchstäblich das Fell über die Ohren gezogen.

Nein, die große Filmkunst war von diesem Horror-B-Movie natürlich auch seinerzeit nicht zu erwarten. Obwohl mit Regisseur Robert Englund, der durch die „A Nightmare On Elm Street“-Reihe als Freddy Krueger zur Szene-Größe wurde, und Oscar-Preisträgerin Sandy Dennis durchaus große Namen mit am Werk waren. Leider kommt der Streifen nur sehr langsam in die Gänge, durch die erste Hälfte des Films muss man sich tatsächlich ein bisschen zwingen. Der zweite Teil hat es dann durchaus in sich. Auch wenn natürlich die Prämissen – „Mobbing-Opfer begehrt gegen seine Peiniger auf“ und „Faustianischer Pakt mit dem Teufel“ – im Horror-Genre etwas abgehangen sind, wird das Ganze dann doch leidlich unterhaltsam. Wahrscheinlich kam so mancher Schockmoment damals noch gruseliger rüber, retrospektiv wirken so manche handgemachte Spezialeffekte unfreiwillig komisch. Hat aber natürlich auch einen gewissen Charme, der Film ist ein Produkt seiner Zeit und die achtziger Jahre triefen ihm tatsächlich aus jeder Pore. Halbstarke Schläger-Typen, die aussehen, als wären sie einem Boy George- oder Culture Club-Video entsprungen – das hat nur damals funktioniert.

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Fazit: Nicht gut gealtert, aber für eine Trash-Film-Horrornacht reicht es. 

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